Der Hobbit und die vielen Bilder

30. Dezember 2012 § Keine Kommentare § permalink

Der Hobbit: Eine unerwartete ReiseManchmal weiß man es lange vor­her, wenn Geschichte geschrie­ben wird, und Peter Jacksons Herr-der-Ringe–Prequel Der Hobbit ist zwei­fel­los so ein Fall. Wohl kaum wegen des Inhalts, ver­steht sich, aber dadurch, dass er eine mög­li­cher­weise bahn­bre­chende tech­ni­sche Neuerung ein­führt, indem er die Anzahl der pro­ji­zier­ten Bilder pro Sekunde (fps) ver­dop­pelt, vom bald ein Jahrhundert alten Standard von 24 fps auf 48 fps. Das nennt sich dann „HFR“ für High Frame Rate und ist etwas, wor­auf ich per­sön­lich schon lange warte, denn das Geruckel bei Seitwärtsschwenks und über­haupt jeder schnel­len Bewegung geht mir buch­stäb­lich seit Jahrzehnten auf die Nerven.

Nun stellt sich aber her­aus, dass das Ganze viel­leicht keine so unein­ge­schränkte Verbesserung ist, wie man mei­nen möchte. Schon nach der ers­ten Testvorführung haben sich Journalisten laut dar­über beklagt, der Hobbit sehe mit 48 Bildern pro Sekunde irgend­wie flach und bil­lig aus, ein biss­chen wie Video, gar nicht nach Kino und fast wie eine Seifenoper. Was ist da los? » Weiterlesen… «

13. Landshuter Kurzfilmfestival

28. März 2012 § Keine Kommentare § permalink

In den letz­ten Wochen sind die weit­aus meis­ten Leute auf diese Webseite gekom­men, weil sie offen­bar etwas über das Landshuter Kurzfilmfestival lesen woll­ten, und mein Artikel über das 12. Festival im letz­ten Jahr scheint weit und breit das ein­zige zu sein, was das Internet zu die­sem Thema zu bie­ten hat. Also, zumin­dest fast. Nun ja — da will ich meine geschätz­ten Leser des Jahres 2013 nicht ent­täu­schen. Hier also mein Rückblick auf das 13. Landshuter Kurzfilmfestival. » Weiterlesen… «

Pirates of the Caribbean — Fremde Gezeiten (2011)

30. Mai 2011 § Keine Kommentare § permalink

Pirates of the Caribbean - Fremde GezeitenAuch wenn uns der vierte Teil der Fluch der Karibik–Reihe mit Edward „Blackbeard“ Teach und König Georg II. von England erst­mals ein paar rich­tige his­to­ri­sche Figuren prä­sen­tiert und damit eine unge­fähre zeit­li­che Einordnung der gan­zen Seemannsfantastik ermög­li­chen würde, wenn das Leben des einen nur mit der Regierungszeit des ande­ren über­lap­pen würde: Natürlich wäre es ein arg groß­zü­gi­ges Urteil, wenn man den Pirates of the Caribbean den Status his­to­ri­scher Filme zuer­ken­nen würde.

Nein, das ist natür­lich alles nur Sommerkinoquatsch, der gemacht wird, um Disneys Kassen zu fül­len. Ich nehme aller­dings die Tatsache, dass mein Multiplexkino hier um die Ecke unge­fähr ein Dutzend Vorstellungen pro Tag davon zeigt und nur noch gefühlte drei andere Filme im Programm hat, als Rechtfertigung dafür, hier trotz­dem mei­nen Senf dazu abzu­ge­ben. Die Teile 2 und 3 die­ser Franchise ste­hen ja schon unter den Top Ten der erfolg­reichs­ten Filme aller Zeiten, und wenn alles nach Plan läuft, lan­det Teil vier da sicher auch noch. Das mag kein his­to­ri­sches Kino sein, ein Stück Filmgeschichte ist es alle­mal. » Weiterlesen… «

Außerdem gesehen VII

5. Mai 2011 § Keine Kommentare § permalink

Was haben wir dies­mal? Ein Remake, einen Epigonen, eine Comicverfilmung, Gehirn-Doping und einen ganz sel­te­nen Fall: Was rela­tiv mit­tel­mä­ßi­ges von Coen-Brüdern. » Weiterlesen… «

Biutiful (2010)

23. April 2011 § Keine Kommentare § permalink

BiutifulAus dem gan­zen Aufgebot der dies­jäh­ri­gen Oscarverleihung ist Biutiful der erste Film, der mich wirk­lich beein­druckt hat. Natürlich habe ich ein paar Filme nicht gese­hen, unter ande­rem das angeb­lich so über­ra­gende Social Network, aber was ich gese­hen habe waren — nunja, nicht gerade Enttäuschungen, auch nicht nur mit­tel­mä­ßige Kost, aber eben doch nichts, was in die Filmgeschichte ein­ge­hen wird.

Das ist bei Alejandro González Iñárritus letz­tem Werk viel­leicht auch nicht unbe­dingt der Fall, aber immer­hin bringt Biutiful etwas fer­tig, was viele Filme gerne schaf­fen wür­den, aber sel­ten einer erreicht: er fühlt sich tat­säch­lich an wie ein „authen­ti­sches Unterschichtsdrama“. Das dürfte immer­hin fast so eine Art hei­li­ger Gral des anspruchs­vol­len Kinos sein. » Weiterlesen… «