31. März 2011 § § permalink
Ja, richtig gelesen: Ich habe hier ein richtiges Filmfest direkt vor der Haustür. Niederbayern hin oder her. Ich bin in einer Viertelstunde zu Fuß bei allen Spielstätten. Und, wie man hört, ist das Landshuter Kurzfilmfestival nicht einmal ganz unbedeutend.
Nun sind Kurzfilme natürlich selbst nicht gerade das bedeutendste Format der Filmkunst. Es gibt Leute, die von einer „Kurzfilmszene“ sprechen, aber wenn man genau hinschaut, gehören die besten Leute dieser Szene eher unfreiwillig an. Die überwiegende Mehrheit zumindest derer, die ihre Filme in Landshut zeigen, sind Studenten, und die stellen sich natürlich alle vor, dass sie demnächst „richtige“ Spielfilme drehen und am besten in Hollywood landen oder wenigstens in Cannes abräumen, und wenn sie das nicht schaffen, dann landen sie beim Fernsehen oder in der Werbung oder suchen sich weniger glamouröse Jobs. Kurzfilme sind da eher eine biographische Randerscheinung. » Weiterlesen… «
23. März 2011 § § permalink
Die Flut ernsthafter historischer Filme scheint mit dem Frühlingsbeginn ein bisschen nachzulassen, also bleibt mehr Zeit für anderen Spaß. In den letzten Wochen gab’s die beiden vorletzten Best-Picture-Nominierungen vom vergangenen Jahr, dazu zwei unterschiedlich blöde Komödien und einen schönen Sci-Fi-Streifen. » Weiterlesen… «
19. März 2011 § § permalink
George Clooney ist der Sohn eines Fernsehjournalisten, und er macht sich Sorgen, dass sein Status als Sexsymbol ihm nicht für immer und ewig die Millionen in seine italienische Villa schwemmen wird. Außerdem hat er Geschichte und Politik studiert, und insgesamt ist es da nur folgerichtig, dass er 2005 ein Drehbuch über einen der einflussreichsten amerikanischen Anchormen während der großen Kommunistenangst der fünfziger Jahre geschrieben und dafür auch gleich selbst auf dem Regiestuhl Platz genommen hat. Was ihm immerhin gleich eine Oscarnominierung einbrachte.
Man darf wohl prophezeihen, dass Herr Clooney so bald keine Schwierigkeiten mit seiner Finanzsituation bekommen wird. » Weiterlesen… «
14. März 2011 § § permalink
Wenn ein Film über Fußball in einem deutschen Multiplexkino nur einmal täglich am späten Nachmittag gezeigt wird, dann kann man sich schon vorstellen, was da ungefähr los ist. Das Marketing allein kann bei diesem Thema und in diesem Land kaum schuld sein, also muss es sich entweder um einen hoffnungslosen Langweiler handeln oder um ziemlich dümmlichen Quatsch, wenn sogar die Kinobetreiber so wenig Hoffnungen in so einen Streifen setzen.
Die Geschichte der Einführung unseres heutigen Nationalsports ins von paramilitärischen Turnübungen verseuchte Kaiserreich sollte doch normalerweise ein mittlerer Kassenmagnet sein, möchte man meinen. Aber Der ganz große Traum setzt dieses Potential derart schwach um, dass man keine zehn Minuten braucht, um zu sehen, dass das nichts werden kann. » Weiterlesen… «
13. März 2011 § § permalink
Nein, ich habe weder eine besondere Leidenschaft für Mittelamerika noch für die Geschichte der Damenmode. Aber da mir nun schon der eine Film über Coco Chanel aus dem Jahr 2009 über den Weg gelaufen ist, habe ich selbstverständlich gleich auch den anderen auf meine Lovefilm-Liste gesetzt. Und zuverlässig, wie der Zufall nun einmal ist, habe ich ihn aller Wahrscheinlichkeit zum Trotz auch recht schnell in meinem Briefkasten gehabt.
Coco Chanel — Der Beginn einer Leidenschaft ist im Gegensatz zur völlig spekulativen Liebesgeschichte von Coco & Igor ein lupenreines Biopic, das sich zumindest im Rahmen des Branchenüblichen der historischen Wahrheit verpflichtet fühlt. Das rechtfertigt eine etwas eingehendere Beschäftigung mit dem Thema. » Weiterlesen… «