Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (2007)

26. April 2011 § Keine Kommentare § permalink

Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert FordJetzt habe ich tat­säch­lich mehr als einen Monat gebraucht, um den Artikel zu die­sem Film end­lich fer­tig zu schrei­ben. Und zwar nicht, weil das Thema so lang­wei­lig gewe­sen wäre oder weil ich keine Zeit gehabt hätte (obwohl spe­zi­ell in die­ser Hinsicht natür­lich immer Verbesserungspotenzial besteht). Im Gegenteil.

Jesse James war für mich bis­her eine Figur aus den Lucky-Luke-Comics. Dass er nicht frei erfun­den war, war mir klar, aber viel mehr als das und eine dif­fuse Vorstellung von einem edlen Wildwest-Robin Hood hat sich durch die dicke Hülle euro­päi­scher Sozialisation dann auch nicht bis zu mir durch­kämp­fen kön­nen. Und sobald ich ein biss­chen mehr wusste, haben sich eher immer mehr Fragen auf­ge­tan, denn edel war die­ser Mann tat­säch­lich eher nicht. Und sicher kein Robin Hood. Wie ist er also zu die­sem schmei­chel­haf­ten Image gekom­men? » Weiterlesen… «

Biutiful (2010)

23. April 2011 § Keine Kommentare § permalink

BiutifulAus dem gan­zen Aufgebot der dies­jäh­ri­gen Oscarverleihung ist Biutiful der erste Film, der mich wirk­lich beein­druckt hat. Natürlich habe ich ein paar Filme nicht gese­hen, unter ande­rem das angeb­lich so über­ra­gende Social Network, aber was ich gese­hen habe waren — nunja, nicht gerade Enttäuschungen, auch nicht nur mit­tel­mä­ßige Kost, aber eben doch nichts, was in die Filmgeschichte ein­ge­hen wird.

Das ist bei Alejandro González Iñárritus letz­tem Werk viel­leicht auch nicht unbe­dingt der Fall, aber immer­hin bringt Biutiful etwas fer­tig, was viele Filme gerne schaf­fen wür­den, aber sel­ten einer erreicht: er fühlt sich tat­säch­lich an wie ein „authen­ti­sches Unterschichtsdrama“. Das dürfte immer­hin fast so eine Art hei­li­ger Gral des anspruchs­vol­len Kinos sein. » Weiterlesen… «

Außerdem gesehen VI

16. April 2011 § Keine Kommentare § permalink

Der Frühling hält end­lich Einzug, und irgend­wie for­dert das sei­nen Tribut: Kino ist deut­lich sel­te­ner die attrak­tivste Option für die Freizeitgestaltung. Trotzdem hat’s wie­der gereicht für heiße Girlie-Action, einen Dirty Rentner, Pornos, Ozeanographen und natür­lich eine Prise bil­lige Science-Fiction. » Weiterlesen… «

The Fighter (2010)

13. April 2011 § Keine Kommentare § permalink

Mit The Fighter sind die Nominierten für den Best-Picture-Oscar 2010 end­lich voll­stän­dig in Deutschland ange­kom­men. Dass man Ordentliches, aber nichts Weltbewegendes erwar­ten durfte, ist nach den ande­ren Vorstellungen aus die­sem eher schwa­chen Jahr eigent­lich schon klar gewe­sen. Und das Unterschichtsfamiliendrama-Schrägstrich-Biopic über den rela­tiv unbe­kann­ten Boxer Micky Ward erfüllt ins­ge­samt die Erwartungen, sowohl in posi­ti­ver als auch in nega­ti­ver Hinsicht. Wo genau die bes­se­ren und schlech­te­ren Aspekte dann zu fin­den sind, ist aller­dings dann doch etwas über­ra­schend. » Weiterlesen… «

Der letzte Tempelritter (2011)

6. April 2011 § 1 Kommentar § permalink

Nicolas Cage ist zwar ein geach­te­ter und ernst­zu­neh­men­der Schauspieler, so rich­tig mit Oscar daheim auf dem Bücherschrank und allem Drum und Dran, aber er hat offen­bar auch ein Faible für ziem­lich üble Quatschfilme, und die­ser Tendenz setzt er mit dem letz­ten Tempelritter ziem­lich ent­schie­den die Krone auf. Der Film macht sich gleich ver­däch­tig, weil er unter einer land­schaft­lich ziem­lich wüs­ten­haft anmu­ten­den Eingangsszene die Ortsangabe „Villach“ ein­blen­det, sorgt für inten­si­ves Stirnrunzeln, wenn er ein danach paar Schlachten doku­men­tiert, von denen der unge­bil­dete Historiker im Publikum noch nie etwas gehört hat, und ver­ab­schie­det sich nach weni­gen Minuten sou­ve­rän aus der Realität, indem er die bei­den Hauptdarsteller an einem fel­si­gen Meeresufer ent­lang­kra­xeln lässt, das als die Küstenregion der Steiermark aus­ge­wie­sen wird, und das ist ja nun ein öster­rei­chi­sches Bundesland, von dem wahr­schein­lich sogar ein paar Amerikaner wis­sen, dass es da ganz bestimmt kein grö­ße­res Gewässer gibt als einen Stausee. Vielleicht hält der Drehbuchautor Bragi F. Schut das für einen guten Witz. Ich will das jeden­falls hof­fen. » Weiterlesen… «