Argo (2012)

19. November 2012 § Keine Kommentare § permalink

ArgoBen Affleck kennt man ja am ehes­ten aus nive­auf­reien Actionkrachern wie Armageddon oder dem außer­ir­disch schlech­ten Pearl Harbor. Cineasten erin­nern sich dane­ben viel­leicht noch an Good Will Hunting oder viel­leicht die kul­ti­gen Kevin-Smith–Filme aus den Neunzigern. Tatsächlich ist der Mann aber inzwi­schen auch Regisseur, und gar kein schlech­ter: Seine ers­ten bei­den Filme Gone Baby Gone und The Town wur­den von den Kritikern sehr wohl­wol­lend auf­ge­nom­men und waren auch an der Kasse kein schlech­ter Erfolg.

In sei­ner drit­ten Regiearbeit prä­sen­tiert er uns jetzt die wahre, aber ziem­lich unglaub­li­che Geschichte von einem fal­schen Filmteam, das echte Geiseln aus dem revo­lu­tio­nä­ren Iran befreien sollte. » Weiterlesen… «

Das wilde Leben (2007)

26. September 2012 § Keine Kommentare § permalink

Das wilde LebenDie soge­nannte 68er-Ikone Uschi Obermaier ist ja nun nun nicht gerade die zen­tralste his­to­ri­sche Figur des 21. Jahrhunderts, und eigent­lich ist sie noch nicht ein­mal eine beson­ders bei­spiel­hafte Figur für die 68ern selbst. Ein zufäl­li­ger­weise recht hüb­sches Mädel aus München-Sendling, das mit Glück zum Fotomodell wurde und unver­se­hens und ohne das geringste Interesse an Politik in die Studentenbewegung schlit­terte: Das hatte mit der geplan­ten sozia­lis­ti­schen Revolution bei­leibe wenig zu tun, und Einfluss auf den Lauf der Weltgeschichte hatte es erst recht kei­nen. Trotzdem ist an Achim Bornhaks Obermaier-Biopic Das wilde Leben zumin­dest die Perspektive inter­es­sant, denn hier geht es in einem deut­schen Film mal nicht um RAF und Konsorten, son­dern um die — gän­gi­gen Klischees zufolge — wahre Essenz der Sixties: Sex, Drogen und Rock’n’Roll… » Weiterlesen… «

Die Eiserne Lady (2011)

8. März 2012 § 2 Kommentare § permalink

Die Eiserne LadyDie meist­no­mi­nierte Schauspielerin aller Zeiten hat also end­lich ihren drit­ten Oscar. Man kann treff­lich dar­über strei­ten, ob aus­ge­rech­net Meryl Streep es tat­säch­lich ver­dient hat, in die­ser Liga mit­zu­spie­len. Aber es steht ohne jeden Zweifel fest, dass die Person, die sie für ihre hüb­sche neue Goldstatuette ver­kör­pern musste, ein ordent­li­ches Biopic ver­dient hätte — auch wenn man über Margaret Thatcher ansons­ten geteil­ter Meinung sein kann. » Weiterlesen… «

J. Edgar (2011)

26. Januar 2012 § Keine Kommentare § permalink

Man stelle sich vor: Clint Eastwood, fünf­fa­cher Oscarpreisträger und mit lächer­li­chen 81 Jahren auf der Höhe sei­ner künst­le­ri­schen Schaffenskraft, dreht einen Film über eine der zwei­fel­los wich­tigs­ten ame­ri­ka­ni­schen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, und es ist Awards Season in Hollywood, und nie­mand hat ihn als Kandidaten auf der Liste. Keine Nominierungen. Nichtmal, so als Trost wenigs­tens, eine für Hauptdarsteller Leonardo Di Caprio. Der sich jetzt mit noch so einem doo­fen Golden Globe begnü­gen muss, wo doch eh schon einer bei ihm daheim auf dem Gästeklo steht. Was ist da bloß schief­ge­gan­gen? » Weiterlesen… «

München (2005)

26. Dezember 2011 § Keine Kommentare § permalink

MünchenEs soll wohl immer noch Leute geben, die bei dem Namen Spielberg bloß an E.T.Jurassic Park oder Indiana Jones den­ken und daher die Meinung ver­tre­ten, alles, was er mache, sei kom­mer­zi­ell aus­ge­rich­te­ter Müll und nicht die Mühe wert. Glücklicherweise sind die inzwi­schen in der Minderheit; die meis­ten Kinofans und Kritiker, selbst die von der stets grum­me­li­gen Intellektuellen-Anspruchs-Fraktion, haben inzwi­schen begrif­fen, dass er nicht nur der erfolg­reichste Regisseur aller Zeiten ist, son­dern tat­säch­lich auch einer der Besten. Vor allem aber ist er einer der Vielseitigsten: Er hat Kinderfilme, Abenteuerfilme, Thriller, Komödien und Science-Fiction-Filme gemacht, und nicht zuletzt auch einige sehr ernst­zu­neh­mende his­to­ri­sche Filme. Als Sohn jüdi­scher Flüchtlinge lässt ihn dabei vor allem die jüdi­sche Geschichte nicht los; nach dem viel­ge­lob­ten Nazi-Biopic Schindlers Liste war München 2005 schon sein zwei­tes Werk, das sich expli­zit damit aus­ein­an­der­setzt. » Weiterlesen… «