19. November 2012 § § permalink
Ben Affleck kennt man ja am ehesten aus niveaufreien Actionkrachern wie Armageddon oder dem außerirdisch schlechten Pearl Harbor. Cineasten erinnern sich daneben vielleicht noch an Good Will Hunting oder vielleicht die kultigen Kevin-Smith–Filme aus den Neunzigern. Tatsächlich ist der Mann aber inzwischen auch Regisseur, und gar kein schlechter: Seine ersten beiden Filme Gone Baby Gone und The Town wurden von den Kritikern sehr wohlwollend aufgenommen und waren auch an der Kasse kein schlechter Erfolg.
In seiner dritten Regiearbeit präsentiert er uns jetzt die wahre, aber ziemlich unglaubliche Geschichte von einem falschen Filmteam, das echte Geiseln aus dem revolutionären Iran befreien sollte. » Weiterlesen… «
26. September 2012 § § permalink
Die sogenannte 68er-Ikone Uschi Obermaier ist ja nun nun nicht gerade die zentralste historische Figur des 21. Jahrhunderts, und eigentlich ist sie noch nicht einmal eine besonders beispielhafte Figur für die 68ern selbst. Ein zufälligerweise recht hübsches Mädel aus München-Sendling, das mit Glück zum Fotomodell wurde und unversehens und ohne das geringste Interesse an Politik in die Studentenbewegung schlitterte: Das hatte mit der geplanten sozialistischen Revolution beileibe wenig zu tun, und Einfluss auf den Lauf der Weltgeschichte hatte es erst recht keinen. Trotzdem ist an Achim Bornhaks Obermaier-Biopic Das wilde Leben zumindest die Perspektive interessant, denn hier geht es in einem deutschen Film mal nicht um RAF und Konsorten, sondern um die — gängigen Klischees zufolge — wahre Essenz der Sixties: Sex, Drogen und Rock’n’Roll… » Weiterlesen… «
8. März 2012 § § permalink
Die meistnominierte Schauspielerin aller Zeiten hat also endlich ihren dritten Oscar. Man kann trefflich darüber streiten, ob ausgerechnet Meryl Streep es tatsächlich verdient hat, in dieser Liga mitzuspielen. Aber es steht ohne jeden Zweifel fest, dass die Person, die sie für ihre hübsche neue Goldstatuette verkörpern musste, ein ordentliches Biopic verdient hätte — auch wenn man über Margaret Thatcher ansonsten geteilter Meinung sein kann. » Weiterlesen… «
26. Januar 2012 § § permalink
Man
stelle sich vor: Clint Eastwood, fünffacher Oscarpreisträger und mit lächerlichen 81 Jahren auf der Höhe seiner künstlerischen Schaffenskraft, dreht einen Film über eine der zweifellos wichtigsten amerikanischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, und es ist Awards Season in Hollywood, und niemand hat ihn als Kandidaten auf der Liste. Keine Nominierungen. Nichtmal, so als Trost wenigstens, eine für Hauptdarsteller Leonardo Di Caprio. Der sich jetzt mit noch so einem doofen Golden Globe begnügen muss, wo doch eh schon einer bei ihm daheim auf dem Gästeklo steht. Was ist da bloß schiefgegangen? » Weiterlesen… «
26. Dezember 2011 § § permalink
Es soll wohl immer noch Leute geben, die bei dem Namen Spielberg bloß an E.T., Jurassic Park oder Indiana Jones denken und daher die Meinung vertreten, alles, was er mache, sei kommerziell ausgerichteter Müll und nicht die Mühe wert. Glücklicherweise sind die inzwischen in der Minderheit; die meisten Kinofans und Kritiker, selbst die von der stets grummeligen Intellektuellen-Anspruchs-Fraktion, haben inzwischen begriffen, dass er nicht nur der erfolgreichste Regisseur aller Zeiten ist, sondern tatsächlich auch einer der Besten. Vor allem aber ist er einer der Vielseitigsten: Er hat Kinderfilme, Abenteuerfilme, Thriller, Komödien und Science-Fiction-Filme gemacht, und nicht zuletzt auch einige sehr ernstzunehmende historische Filme. Als Sohn jüdischer Flüchtlinge lässt ihn dabei vor allem die jüdische Geschichte nicht los; nach dem vielgelobten Nazi-Biopic Schindlers Liste war München 2005 schon sein zweites Werk, das sich explizit damit auseinandersetzt. » Weiterlesen… «