Die Brücke am Ibar (2012)

11. Juli 2012 § Keine Kommentare § permalink

Eines der rea­len Vorbilder: Die Ibar-Brücke in Kosovska Mitrovica (Foto: Wikipedia)

Das Münchner Filmfest hatte in die­sem Jahr zwar im Hinblick auf „klas­si­sche“ Historienfilme mit hüb­schen Kostümen und alter­tüm­lich anmu­ten­den Dialogen wenig zu bie­ten, aber was die jün­gere Geschichte betrifft kann zumin­dest nie­mand sagen, dass es nicht inno­va­tiv gewe­sen wäre. Die Brücke am Ibar ist dafür ein wei­te­res Beispiel — der Film ist nicht nur der Kinoerstling von Regisseurin Michaela Kezele, son­dern wohl auch der erste deut­sche Kinofilm, der sich den Kosovokrieg als Thema vor­nimmt. » Weiterlesen… «

The Lady (2011)

15. April 2012 § Keine Kommentare § permalink

The LadyLuc Besson ist einer der erfolg­reichs­ten euro­päi­schen Regisseure, was sicher­lich auch daran liegt, dass er sich von allzu anspruchs­vol­len oder poli­ti­schen Themen nor­ma­ler­weise fern hält. Filme wie Das fünfte Element, Léon — Der Profi oder Taxi sind, jeder auf seine Weise, groß­ar­tige Unterhaltung, locken aber nicht unbe­dingt die intel­lek­tu­el­len Eliten scha­ren­weise in die Kinosessel. Da über­rascht es ein biss­chen, dass Besson jetzt aus­ge­rech­net mit einem Biopic über die bur­me­si­sche Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi daher­kommt. » Weiterlesen… «

Das Blaue vom Himmel (2011)

18. Juli 2011 § Keine Kommentare § permalink

Wenn wir im Kino einer deut­schen Journalistin dabei zuse­hen sol­len, wie sie in Lettland die — natür­lich dunkle — Vergangenheit ihrer Mutter erforscht, dann klingt das noch nicht nach einer direkt abschre­cken­den Handlungszusammenfassung. Da könnte man sich auf eine Art inner­fa­mi­liäre Detektivgeschichte ein­rich­ten, womög­lich ein­ge­bet­tet in ein inter­es­san­tes his­to­ri­sches Umfeld, und bestimmt auf einen ordent­li­chen Schuss Emotionen. Leider will aber Hans Steinbichlers Das Blaue vom Himmel weder detek­ti­visch noch his­to­risch sein, son­dern nur gefüh­lig. Durch die­sen sim­plen Umstand wird er dann zum bis­her größ­ten Langweiler die­ses Kinojahrs. » Weiterlesen… «

Joschka und Herr Fischer (2011)

22. Mai 2011 § Keine Kommentare § permalink

Ich bin kein gro­ßer Fan von fil­mi­schen Geschichtsdokumentationen, denn es ist doch so: Bei Spielfilmen weiß jeder, dass sie nur aus Schauspielern, Requisiten und Kulissen beste­hen. Niemand würde das, was er da sieht, für die volle Wahrheit hal­ten. Dadurch kann der Spielfilm die Vorteile des Mediums voll aus­spie­len und den Zuschauer ver­gan­gene Zeiten haut­nah mit­er­le­ben las­sen, ohne dass die unver­meid­li­chen Abweichungen von der his­to­ri­schen „Wahrheit“ Schaden anrich­ten würden.

Dokumentarfilme tre­ten dage­gen immer mit dem Anspruch auf Wahrheit auf. Sie sind die unse­li­gen Ursachen von Sätzen, die mit „Im Fernsehen haben sie aber gezeigt, dass…“ begin­nen. Aber lei­der kann das Medium Film mit dem Anspruch auf Wahrheit und Objektivität nicht umge­hen. Die Bilder sind zu ver­füh­re­risch, und die dra­ma­tur­gi­schen Notwendigkeiten erlau­ben nicht, ein Thema erschöp­fend zu behan­deln; es sei denn, man wollte seine Zuschauer mit Absicht zu Tode lang­wei­len. Die erfolg­reichs­ten Dokumentarfilme sind eigent­lich immer Propaganda, denn erst durch kon­se­quente Einseitigkeit gewin­nen sie ihren Unterhaltungswert — natür­lich vor allem für die, die ohne­hin schon der glei­chen Meinung waren wie der Filmemacher… » Weiterlesen… «

The Fighter (2010)

13. April 2011 § Keine Kommentare § permalink

Mit The Fighter sind die Nominierten für den Best-Picture-Oscar 2010 end­lich voll­stän­dig in Deutschland ange­kom­men. Dass man Ordentliches, aber nichts Weltbewegendes erwar­ten durfte, ist nach den ande­ren Vorstellungen aus die­sem eher schwa­chen Jahr eigent­lich schon klar gewe­sen. Und das Unterschichtsfamiliendrama-Schrägstrich-Biopic über den rela­tiv unbe­kann­ten Boxer Micky Ward erfüllt ins­ge­samt die Erwartungen, sowohl in posi­ti­ver als auch in nega­ti­ver Hinsicht. Wo genau die bes­se­ren und schlech­te­ren Aspekte dann zu fin­den sind, ist aller­dings dann doch etwas über­ra­schend. » Weiterlesen… «