Das Münchner Filmfest hatte in diesem Jahr zwar im Hinblick auf „klassische“ Historienfilme mit hübschen Kostümen und altertümlich anmutenden Dialogen wenig zu bieten, aber was die jüngere Geschichte betrifft kann zumindest niemand sagen, dass es nicht innovativ gewesen wäre. Die Brücke am Ibar ist dafür ein weiteres Beispiel — der Film ist nicht nur der Kinoerstling von Regisseurin Michaela Kezele, sondern wohl auch der erste deutsche Kinofilm, der sich den Kosovokrieg als Thema vornimmt. » Weiterlesen… «
Die Brücke am Ibar (2012)
11. Juli 2012 § Keine Kommentare § permalink
The Lady (2011)
15. April 2012 § Keine Kommentare § permalink

Das Blaue vom Himmel (2011)
18. Juli 2011 § Keine Kommentare § permalink
Wenn wir im Kino einer deutschen Journalistin dabei zusehen sollen, wie sie in Lettland die — natürlich dunkle — Vergangenheit ihrer Mutter erforscht, dann klingt das noch nicht nach einer direkt abschreckenden Handlungszusammenfassung. Da könnte man sich auf eine Art innerfamiliäre Detektivgeschichte einrichten, womöglich eingebettet in ein interessantes historisches Umfeld, und bestimmt auf einen ordentlichen Schuss Emotionen. Leider will aber Hans Steinbichlers Das Blaue vom Himmel weder detektivisch noch historisch sein, sondern nur gefühlig. Durch diesen simplen Umstand wird er dann zum bisher größten Langweiler dieses Kinojahrs. » Weiterlesen… «
Joschka und Herr Fischer (2011)
22. Mai 2011 § Keine Kommentare § permalink
Ich bin kein großer Fan von filmischen Geschichtsdokumentationen, denn es ist doch so: Bei Spielfilmen weiß jeder, dass sie nur aus Schauspielern, Requisiten und Kulissen bestehen. Niemand würde das, was er da sieht, für die volle Wahrheit halten. Dadurch kann der Spielfilm die Vorteile des Mediums voll ausspielen und den Zuschauer vergangene Zeiten hautnah miterleben lassen, ohne dass die unvermeidlichen Abweichungen von der historischen „Wahrheit“ Schaden anrichten würden.
Dokumentarfilme treten dagegen immer mit dem Anspruch auf Wahrheit auf. Sie sind die unseligen Ursachen von Sätzen, die mit „Im Fernsehen haben sie aber gezeigt, dass…“ beginnen. Aber leider kann das Medium Film mit dem Anspruch auf Wahrheit und Objektivität nicht umgehen. Die Bilder sind zu verführerisch, und die dramaturgischen Notwendigkeiten erlauben nicht, ein Thema erschöpfend zu behandeln; es sei denn, man wollte seine Zuschauer mit Absicht zu Tode langweilen. Die erfolgreichsten Dokumentarfilme sind eigentlich immer Propaganda, denn erst durch konsequente Einseitigkeit gewinnen sie ihren Unterhaltungswert — natürlich vor allem für die, die ohnehin schon der gleichen Meinung waren wie der Filmemacher… » Weiterlesen… «
The Fighter (2010)
13. April 2011 § Keine Kommentare § permalink
Mit The Fighter sind die Nominierten für den Best-Picture-Oscar 2010 endlich vollständig in Deutschland angekommen. Dass man Ordentliches, aber nichts Weltbewegendes erwarten durfte, ist nach den anderen Vorstellungen aus diesem eher schwachen Jahr eigentlich schon klar gewesen. Und das Unterschichtsfamiliendrama-Schrägstrich-Biopic über den relativ unbekannten Boxer Micky Ward erfüllt insgesamt die Erwartungen, sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Wo genau die besseren und schlechteren Aspekte dann zu finden sind, ist allerdings dann doch etwas überraschend. » Weiterlesen… «
