Der letzte Tempelritter (2011)

6. April 2011 § 1 Kommentar § permalink

Nicolas Cage ist zwar ein geach­te­ter und ernst­zu­neh­men­der Schauspieler, so rich­tig mit Oscar daheim auf dem Bücherschrank und allem Drum und Dran, aber er hat offen­bar auch ein Faible für ziem­lich üble Quatschfilme, und die­ser Tendenz setzt er mit dem letz­ten Tempelritter ziem­lich ent­schie­den die Krone auf. Der Film macht sich gleich ver­däch­tig, weil er unter einer land­schaft­lich ziem­lich wüs­ten­haft anmu­ten­den Eingangsszene die Ortsangabe „Villach“ ein­blen­det, sorgt für inten­si­ves Stirnrunzeln, wenn er ein danach paar Schlachten doku­men­tiert, von denen der unge­bil­dete Historiker im Publikum noch nie etwas gehört hat, und ver­ab­schie­det sich nach weni­gen Minuten sou­ve­rän aus der Realität, indem er die bei­den Hauptdarsteller an einem fel­si­gen Meeresufer ent­lang­kra­xeln lässt, das als die Küstenregion der Steiermark aus­ge­wie­sen wird, und das ist ja nun ein öster­rei­chi­sches Bundesland, von dem wahr­schein­lich sogar ein paar Amerikaner wis­sen, dass es da ganz bestimmt kein grö­ße­res Gewässer gibt als einen Stausee. Vielleicht hält der Drehbuchautor Bragi F. Schut das für einen guten Witz. Ich will das jeden­falls hof­fen. » Weiterlesen… «