Nicolas Cage ist zwar ein geachteter und ernstzunehmender Schauspieler, so richtig mit Oscar daheim auf dem Bücherschrank und allem Drum und Dran, aber er hat offenbar auch ein Faible für ziemlich üble Quatschfilme, und dieser Tendenz setzt er mit dem letzten Tempelritter ziemlich entschieden die Krone auf. Der Film macht sich gleich verdächtig, weil er unter einer landschaftlich ziemlich wüstenhaft anmutenden Eingangsszene die Ortsangabe „Villach“ einblendet, sorgt für intensives Stirnrunzeln, wenn er ein danach paar Schlachten dokumentiert, von denen der ungebildete Historiker im Publikum noch nie etwas gehört hat, und verabschiedet sich nach wenigen Minuten souverän aus der Realität, indem er die beiden Hauptdarsteller an einem felsigen Meeresufer entlangkraxeln lässt, das als die Küstenregion der Steiermark ausgewiesen wird, und das ist ja nun ein österreichisches Bundesland, von dem wahrscheinlich sogar ein paar Amerikaner wissen, dass es da ganz bestimmt kein größeres Gewässer gibt als einen Stausee. Vielleicht hält der Drehbuchautor Bragi F. Schut das für einen guten Witz. Ich will das jedenfalls hoffen. » Weiterlesen… «
Der letzte Tempelritter (2011)
6. April 2011 § 1 Kommentar § permalink
