Die Verführerin Adele Spitzeder (2011)

3. Juli 2011 § Keine Kommentare § permalink

Eine mit­tel­mä­ßige Schauspielerin flieht vor ihren Gläubigern von Wien nach München und macht dort aus­ge­rech­net eine kleine, aber reich­lich betrü­ge­ri­sche Privatbank auf. Klingt ziem­lich erfun­den, ist aber tat­säch­lich pas­siert, und so eine wilde Geschichte passt natür­lich gerade genau in die Zeit, wo doch alle dau­ernd von Finanzkrisen reden. Der Bayerische Rundfunk und das Öster­rei­chi­sche Fernsehen haben also den Routinier Xaver Schwarzenberger mit der Umsetzung eines Drehbuchs von Ariela Bogenberger betraut, und anläß­lich des Münchner Filmfests war die für das Fernsehjahr 2012 vor­ge­se­hene Produktion jetzt schon mal vorab im Kino zu sehen. » Weiterlesen… «

There Will Be Blood (2007)

20. Juni 2011 § Keine Kommentare § permalink

There Will Be BloodAls Amerika gerade begann, sei­nen dumpf­ba­cki­gen texa­ni­schen Präsidenten und geschei­ter­ten Ölma­gna­ten end­gül­tig satt zu haben, erschien 2007 There Will Be Blood auf den Leinwänden:  ein gro­ßes Epos über die Frühzeit der Ölin­dus­trie, in dem ein Unternehmer lang­sam an sei­ner eige­nen Gier zer­bricht. Der gut getrof­fene Zeitpunkt mag hilf­reich gewe­sen sein, um das Interesse des Publikums zu wecken, aber ein Film, den die Kritik mit Citizen Kane ver­gli­chen hat und den die Academy mit zwei Oscars und sechs wei­te­ren Nominierungen ehrte, hätte sich die­sen zeit­li­chen Zufall wohl gar nicht gebraucht… » Weiterlesen… «

Globalisierung? Ein alter Hut.

3. Mai 2011 § Keine Kommentare § permalink

Nachdem ich ges­tern zu unin­spi­riert war, um einen Artikel zu Elizabeth — Das gol­dene Königreich (dem etwas mit­tel­mä­ßi­ge­ren Nachfolger zu dem ziem­lich groß­ar­ti­gen Elizabeth von 1998) zusam­men­zu­krie­gen und wahr­schein­lich den Rest der Woche auch nicht mehr dazu komme, kann ich ja wenigs­tens mal einen Link unters Volk bringen.

Also bit­te­s­ehr: Der Kollege Stuart Jenks lehrt an der Uni Erlangen, und freund­li­cher­weise lässt er seine Vorlesungen gele­gent­lich aufzeichnen:

http://www.video.uni-erlangen.de/cgi-bin/suche.pl?Suchbegriff=jenks&submit=suchen

Jenks ist ein Wirtschaftshistoriker mit spe­zi­el­lem Augenmerk für’s Mittelalter, und neben sei­nem fes­seln­den und humor­vol­len Vortragsstil hat er hat fol­ge­rich­tig auch ein ganz wun­der­ba­res Talent, schein­bar moderne Phänomene wie die Globalisierung oder die Bankenkrise in einen grö­ße­ren Zusammenhang zu stel­len und zu demons­trie­ren: Das ist alles schon mal dage­we­sen. Sowas kann ein­fach nur fas­zi­nie­rend sein, aber manch­mal ist es auch scho­ckie­rend, wenn Jenks einem vor Augen führt, dass unsere Politiker auf moderne Krisen mit den glei­chen Mitteln rea­gie­ren, die schon vor acht­hun­dert Jahren nicht funk­tio­niert haben.

Das beste ist dann noch, dass das ganze Material auch als rei­ner Audio-Podcast zu haben ist; Videos erfor­dern ja lei­der so eine unge­teilte Aufmerksamkeit, die man nicht immer auf­brin­gen kann. Die Audiodateien kann man aber bequem im Fitnessstudio oder beim Autofahren hören. Langeweile ade! Ach, und über iTu­nes U ist es auch ver­füg­bar. (Da kann ich nur keine direk­ten Links set­zen, also viel Spaß beim Suchen!)